Akitas aus dem Westerwald


*Handling der verletzten und kranken Hunde

  • Ruhe bewahren ! Der Hund orientiert sich am Menschen, besonders in Stresssituationen oder Schock, Zustand wird sonst verschlimmert.
  • Sprechen Sie mit dem Hund und nennen Sie seinen Namen. Nähe ist notwendig.
  • Nach Möglichkeit nicht selbst zum Tierarzt fahren, sondern beim Hund bleiben.
  • Keine Ablenkung durch Unbeteiligte die nach "Was", "Wie" und "Warum" fragen.
  • Vorsicht vor Bissen, fremder wie auch der eigene Hund, evtl. Zwangsmaßnahmen
  • Stress entsteht durch:

- Schmerzverstärkung durch Manipulation an der Wunde
- Ständige Lageveränderungen
- Hund rutscht von der Trage
- Hitze
- Schlechte Luft
- Ungewohntes
- Laute Geräusche (Sprechen, Radio)



*Transport von verletzten und kranken Hunden
 
  • Alleine tragen sofern möglich (Arme an Brust und Bauch)
  • Am Besten mit einer Trage z. B. stabile Unterlage (Tisch oder Brett - bes. bei Wirbelsäulenverletzungen) oder Handtuch
  • Am Halsband absichern
  • Am Besten mit dem eigenen Fahrzeug - wird ein Taxi benötigt, nicht vergessen zu erwähnen, daß es sich um einen verletzten Hund handelt.
  • Im Auto sollte eine ruhige Atmosphäre herrschen, gute Luft ohne zu rauchen und keine laute Musik
  • Wegen der Nervosität möglichst nicht selbst fahren, sondern zum Hund setzen
  • Der Hund sollte sich so hinlegen, wie es ihm am Besten erscheint, so wenig Lageveränderung wie möglich

*Zwangsmaßnahmen
 
Sind wichtig weil: - erste Hilfe soll schnell und präzise angewendet werden können
- Hund könnte sich in Panik noch mehr verletzen
- Helfer können schwer verletzt werden
Zwangsmaßnahmen sind notwendig, wenn der Hund entsprechendes Verhalten zeigt oder den Helfern völlig fremd ist.

Man muss aber immer bedenken, dass Zwangsmaßnahmen Stress bedeuten, aber die eigene Sicherheit geht vor !

Fixierung des Hundes
  • Der Hund muß "unter Kontrolle" gebracht werden
  • Unfallhunde zeigen oftmals paradoxe Verhaltensweisen (verstecken, wegrennen, beißen)
  • Falls der Hund um sich schnappt: an Pfahl, Stange oder Baum fixieren
  • Soweit ziehen, dass er mit dem Halsband an der Stange ist, dann 2 - 3 mal umwickeln
  • Hinterbeine oder Schwanz von zweiter Person festhalten lassen
  • Achtung: das Halsband sollte nicht zu locker sein !

Maul zubinden
  • Wenn kein Maulkorb vorhanden ist
  • Keine Atemnot besteht
  • Kein Erbrechen vorliegt
  • Vorgehen: z. B. Band, Leine oder doppelte Mullbinde

- Schlaufe herstellen
- Von oben über den Fang ziehen bis zum Stop
- Nur soweit und nicht zu fest zuziehen, dass das Maul nicht zu öffnen ist
- Enden der Schlinge unter dem Fang überkreuzen
- Im Nacken unter dem Ohrgrund eine Schleife machen


Hinlegen des Hundes
  • Vorgehen: an die Körperseite des Hundes stellen
  • Über den Körper greifen, die Beine unten nehmen und wegziehen
  • Dabei den Körper des Hundes mit den Schenkeln abstützen
  • Die Beine nicht loslassen und ein kleines bisschen anheben - mit den Unterarmen den Hund auf die Unterlage drücken
  • Evtl. von zweiter Person helfen lassen, die z. B. den Kopf oder Körper abstützt
  • Oder eine Person vorne (Besitzer) und eine Hilfsperson hinten

Festhalten des Kopfes
  • Vorgehen: Die Haut zwischen Lefzen und Ohrgrund greifen und mit den Unterarmen den Kopf fixieren

Helfen beim Legen des intravenösen Zuganges
  • Vorgehen: Kopf mit der linken Hand hochnehmen und mit der rechten Hand/Arm den Hund fixieren oder evtl. die Vene stauen